O Heiland, reiß die Himmel auf
O Heiland, reiß die Himmel auf, O Gott, ein’ Tau vom Himmel gieß; O Erd’, schlag aus, schlag aus, o Erd’, Wo bleibst du, Trost der ganzen Welt, O klare Sonn’, du schöner Stern, Hie leiden wir die größte Not, Da wollen wir all’ danken dir,
Herab, herab, vom Himmel lauf!
Reiß ab vom Himmel Tor uns Tür,
Reiß ab, wo Schloß und Riegel für!
Im Tau herab, o Heiland, fließ.
Ihr Wolken, brecht und regnet aus
Den König über Jakobs Haus.
Daß Berg und Tal grün alles werd’
O Erd’, herfür dies Blümlein bring,
O Heiland, aus der Erden spring.
Darauf sie all’ ihr’ Hoffnung stellt?
O komm, ach komm vom höchsten Saal,
Komm tröst uns hie im Jammertal.
Dich wollten wir anschauen gern.
O Sonn’, geh auf, ohn’ deinen Schein
In Finsternis wir alle sein.
Vor Augen steht der ewig’ Tod;
Ach komm, führ uns mit starker Hand
Vom Elend zu dem Vaterland.
Unserm Erlöser, für und für.
Da wollen wir all’ loben dich
Je allzeit immer und ewiglich.
