Zu Weihnachten
von Gustav Kühne
So kommst du in mein altgewordnes Leben, Wenn’s Frühling wird, halt ich mein Weib im Arm Jetzt geht er um mit stiller Geistermacht, Will sich der Lenz an meines Weibes Herzen
Kommst wieder, Weihnacht, selig Kinderfest,
Willst mir den ersten Traum noch einmal geben,
Hältst lächelnd noch das Kind im Manne fest!
Und fei’re Auferstehungsfest hinieden.
An ihrem jungen Herzen treu und warm
Hat mir der Herr ein Frühlingsfest beschieden.
Und horcht und klopft und lauscht nach seinen Lieben.
Er flüstert in der dunklen Winternacht:
Ihr alten Kinder, seid ihr wach geblieben?
Dem alten Menschen fröhlich jung erneu´n:
Oh, lasst mich auch für herbe Winterschmerzen,
Lasst mich ein Kind mit meinen sein!
